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Unser Gasthaus kann was erzählen!

Zwar nicht als Gasthaus, aber immerhin als lokales Zentrum. Nämlich als Postamt.
So wird spätestens jetzt allen klar, warum wir das Gasthaus STEMPEL sind.
Deshalb.

So war schon allein das Lokal seit jeher ein Tor zur weiten Welt.
So ist es jetzt auch. Nur umgekehrt. Unsere Gäste sind unser Tor zur weiten Welt. Weil wir arbeiten ja fast immer. Na egal. Nachdem nach hundert Jahren das alte Postamt am Karfreitag 2004 ins Auhof-Center übersiedelt ist, haben wir kurzerhand beschlossen, das alte Postamt als Lokal umzufunktionieren. Immerhin hielten wir schon ein Jahr nach einem geeigneten Standort Ausschau. Und ein ehemaliges Postamt ist schon was Besonderes!

Am 10. Juni 2004 begann der Umbau. Hat schon einmal jemand ein Postamt in ein Lokal umgebaut? Nein? Verständlich. 3 Monate hat der Umbau gedauert. Und hat schon einmal jemand aus Spass an der Freud ein Lokal eröffnet? Ja? Na, dann kennt Ihr euch ja aus.
Wir haben vieles selbst erledigt, schließlich geht man dann, wenns fertig ist, viel lieber arbeiten, aber ohne unsere Professionisten und lieben Helferleins würden wir jetzt noch
die Wände verputzen. Und nicht unsere Gäste Ihr Essen...

 
 

Ein Installatör hats schwör, meinte auch JASKO MULAOSMANOVIC, nachdem er mit der Lüftungsanlage fertig war. Für die Gas- und Wasserleitungen war die FA. MERKSTALLINGER zuständig. JOHANNAS "Werkstatt auf Rädern" (johanna.hofer@utanet.at) hat uns die Superbank entworfen und realisiert. PATRIC (DI P. ARLANCH room 8 architects) war für die Bar verantwortlich und hat uns unbezahlbare Tipps zur Lokalgestaltung gegeben. Weil ja die Bar so ziemlich der einzige Fixpunkt im Stempel ist, danken wir auch ALEXANDER SZADECKY (NO FRONTIERE) für die Barverkleidung mit den schönen und dankbaren "Cetris-Platten".

 

Die beste und allerunglaublichste Hilfe, die man überhaupt nur bekommen kann, bekamen wir von ELISABETH, PETER, HUBERT, ANNEMARIE und HEINRICH (dieser Mann ist ein WAHNSINN).

Nichtsdestotrotz standen wir vor einem kleinen, aber feinen Problem. Wie soll man Bauen, Investieren, und Planen, wenn noch gar kein Lokal offen haben kann? Die Antwort: Gar nicht. Und so geht unser Ehrenpreis "Nobler Spender" an Bernhards Schwiegermutter, die Durch Ihre großzügige finanzielle Unterstützung vieles erst möglich gemacht hat.

So arbeiteten alle wie wild am Umbau, und Koch und Wirt gaben sich dem angenehmen Teil des Vorhabens hin. Wir suchten und fanden die Lieferanten für das Gasthaus-Stempel. Wir unternahmen ausgedehnte kulinarische Reisen ins Waldviertel, in die Wachau, ins Burgenland und in die Steiermark. Vor allem die Auswahl der Weine haben wir, wenn auch nur bruchstückhaft, sehr angenehm in Erinnerung!

Somit war schon fast alles für die Eröffnung klar. Allein unsere Nachbarn waren sich nicht so recht sicher, ob ein Gasthaus der Lärmbelästigung eines hundertjährigen Postamtes gleichkommen würde. Man muss das verstehen. Zumindest die Behörden hatten keinerlei Einwände. So war die letzte Hürde für das Gasthaus Stempel die Betriebsanlagengenehmigung, wo bereits vor der Eröffnung die Emotionen wild gewogt haben. Letztendlich war auch die letzte Schwierigkeit überwunden.

Am 17. September 2004 eröffnete das Gasthaus Stempel seine Pforten.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

In der Zwischenzeit haben wir hoffentlich auch unsere Nachbarn überzeugt, dass man bei uns nicht unbedingt laut, dafür aber ganz ausgezeichnet essen, trinken und stempeln kann.

Bernhard und Sebastian